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Die Verschränktheit der Dimensionen der Dreieinigkeit

In der Dreieinigkeit sind die Dimensionen ähnlich miteinander verschränkt wie in der Dreidimensionalität. Wenn sich eine Koordinate einer Dimension ändert, dann ändern sich die Koordinaten der beiden anderen Dimensionen unmittelbar mit.

So ist dies bei der Dreieinigkeit des wachen gegenwärtigen Icherlebens auch. In einer vereinfachten Darstellung benötigt das wache gegenwärtige Icherleben drei Dimensionen, drei Kategorien von Informationen:

– AUS – Existenz der Gemeinschaft
Die erste Dimension ist die Existenzdimension. Sie baut in den Dreieinigkeitsraum die Information ein, warum man existiert. Dies ist im einfachsten Fall die Erinnerung daran, dass man im letzten Augenblick auch schon existiert hat. Es ist das Erleben des Flusses der Existenz innerhalb der Transitivität (Übergänglichkeit) des Icherlebens. Vereinfacht ausgedrückt, erhält das Icherleben die Bestätigung seiner Existenz durch die ständige ununterbrochene Reihe von Erinnerungen. Diese Erinnerung ist eine ununterbrochene Kette.

– MIT – Was zur Gemeinschaft zählt
Die zweite Dimension der Dreieinigkeit, die Gemeinschaftsdimension, baut in die Dreieinigkeit die Information darüber ein, was zur Gemeinschaft zählt. Die zweite Dimension ist die Vielheit, die das Ich repräsentiert. Das Ich kann nur dann sein, wenn es mit der Existenzkomponente als Repräsentant einer Vielheit verknüpft ist. Da das Ich als Gemeinschaftsqualität identifiziert ist, ist es gleichzeitig Repräsentant der Existenzkomponente der Gemeinschaft, die es ist. Repräsentanz der Existenzkomponente und Identifikation als Gemeinschaftsqualität sind untrennbar miteinander verknüpft. Oder anders ausgedrückt: Das Ich ist als Gemeinschaftsqualität inspiriert, weil es die Existenz der Gemeinschaft repräsentiert.

– ALS – Die Qualtät der Gemeinschaft
Die dritte Dimension ist die Qualität der Gemeinschaft. Diese Qualität wird vom Ich als Innenperspektive erlebt. Die Innenperspektive ist gleichzeitig die Identifikation, aber die Identifikation kommt nicht ohne Innenperspektive zustande. Die Information dieser Dimension ist die Qualität. Die Qualität ist das Ergebnis der Stammesgeschichte (der Evolution), weil die Innenperspektive in einem unwillkürlichen Prozess entsteht, in dem verschiedene neurobiologische Prozesse in eine Gemeinschaftsqualität hinein streben. Das Icherleben ist die höchste Qualität der Einheit der Lebensprozesse eines Organismus.

Alle drei Dimensionen der Dreieinigkeit sind nicht voneinander zu trennen. Ihre Informationen werden wirksam im Zusammenwirken. Verändert sich die Information einer der drei Dimensionen, verändern sich die Informationen der anderen beiden Informationen gleichzeitig mit. Die Dimensionen und ihre Informationen sind miteinander verschränkt. Deshalb ist die Dreieinigkeit ein Raum (besser: Raumzeit), in dem das wache gegenwärtige Ich inspiriert und transitiv in Form der identifizierenden Innenschau repräsentierend als Qualität der Einheit der Lebensprozesse des Organismus in seiner Mitwelt erlebt wird.

Waches gegenwärtiges Icherleben, Transitivität, Gemeinschaftsqualität, Identifikation, Repräsentanz, Inspiration, Existenz. Das sind die Stichworte, die im Verständnis der Dreieinigkeit miteinander verknüpft sind.

Die Qualität der Einheit, die im Icherleben repräsentiert ist, kann variieren. Die Qualität kann sich aber nicht selbst unterschreiten. Wenn dies geschieht, dann fragmentiert das Icherleben und zieht sich auf diejenige Komponente zurück, die die Qualität noch aufrechterhalten kann. Das Ergebnis ist oft ein disfunktionaler Lebensstil, der die eigenen Lebensressourcen aufbraucht.

Der Unterschied zwischen starken und schwachen Existenzereignissen und deren Einfluss auf die Dreieinigkeit entsteht aus der Kraft der starken Existenzereignisse, einem Ich seine bisherige Identifikation und Repräsentanz streitig zu machen. Isolierte Existenzereignisse können deshalb eine starke Fragmentations- oder „Spreng“-Kraft besitzen, weil sie eine umfassendere Existenz ad absurdum führen können. Die umfassendste Dreieinigkeit, „ich bin aus der Quelle jedes Menschlichen, zusammen mit allem, was aus der Quelle des Menschlichen als menschliches Leben existiert“, bricht im Angesicht von Demütigungen, Gesichtsverlusten und äußeren Degradierungen zusammen. Der Satz, „nenne mir ein menschliches Potential, und ich bin es“, stimmt dann nicht mehr.

Dieser Satz stimmt auch dann nicht, wenn die familiäre Herkunft verletzt ist, wenn also die persönliche Herkunftsquelle nicht mehr die Quelle für das Potential der Menschheit sein kann, weil in den vorherigen Generationen Fragmentationen stattgefunden haben. Daraus ergeben sich die Verpflichtungen der Nachgeborenen, eine Heilung zu schaffen. Die Nachgeborenen arbeiten auf ihr volles Potential zu, ohne den fragmentierten Dreieinigkeitsraum ihrer Familie verlassen zu können. Für die Nachgeborenen dieser Familie ist zum vollen Potential der Menschheit, die Heilung der Fragmentierung der familiären Dreieinigkeit hinzu gekommen. Die Heilung geschieht über das Ich. „Ich bin es, der das Erbe zum vollen Potential des Menschseins und die Überwindung der Fragmentation unserer familiären Dreieinigkeit darin geerbt hat.“ Verpflichtung und Hingabe an die Überwindung des existentiell geschädigten familiären Schicksals tauchen meistens erst ab der Enkelgeneration auf. Die erste und zweite Generation richten ihr Heilungsbemühen nach Innen in die fragmentierte Dreieinigkeit, um die Existenz zu sichern. Die nächsten Generationen gehen dagegen existentielle Risiken ein, um zu beweisen, dass es auch anders geht. Die schwersten Schicksale erleiden diejenigen Familienmitglieder, die zwischen diesen extremen Heilungsbemühungen stehen. Sie erleben in immer wieder neuen Formen die existentielle Fragmentierung als Reaktivierung in sich.

Die Dreieinigkeit führt mit der Identifikation notwendig auch zur Repräsentanz. Weil das Icherleben, das als Qualität im Raum der Dreieinigkeit transitiv ist, sich ständig im Übergang befindet, ist die Personhaftigkeit immer mit einer Identifikation verbunden, die auch repräsentiert werden muss.

Die höchste Qualität der Gleichart

Die höchste Qualität der Gleichart ist die Existenzumgebung gewordener Formen.
Die horizontale wie vertikale Repräsentanz der Qualität der Einheit des Universums setzt sich auf den Wechselwirkungsebenen der komplexer zusammengesetzten molekularen und biologischen Formen fort. Das Typische für gewordene Formen ist deren horizontale wie vertikale Repräsentanz der Einheit des Universums. Diese horizontale wie vertikale Repräsentanz ist das Bewusstsein der gewordenen Formen, das sich nach außen als deren Wechselwirkungsintelligenz an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit zur Wirkung bringt. Inmitten dieser höchsten Qualität der Gleichart wird eine gewordene Form immer wieder neu.

Wechselwirkungsgemeinschaften

Die Entwicklung unseres Universums bedeutete den vertikal immer komplexer gewordenen Aufbau der gewordenen Formen. Vertikal komplex aufgebaute Formen sind auf ihrer Wechselwirkungsebene Wechselwirkungsgemeinschaften (Atome, Moleküle, Lebewesen). Wechselwirkungsgemeinschaften besitzen auf ihrer spezifischen Wechselwirkungsebene ein gemeinsames Innen und Außen.

Die Qualität der Gleichartigkeit finden wir auf einer Wechselwirkungsebene zwischen den Formen aber auch innerhalb der Formen, weil sie aufgrund ihres vertikal komplexen Aufbaus eine Wechselwirkungsgemeinschaft darstellen. Dies ist so bei gewordenen wie bei komplex aufgebauten gemachten Formen (bei einem Auto z.B.). Die Elementarteilchen bilden als Ausnahme zusammen direkt eine Wechselwirkungsebene einer Gleichart. Die frei wechselwirkenden Grundelemente der Materie, die elementaren Atome, bilden zusammen in den Sternen und Gaswolken des Weltalls in den entsprechenden Druck- und Temperaturverhältnissen ebenfalls eine Wechselwirkungsebene, auf der sie in gleicher Art ihre Einheit und zusätzlich die Einheit der Elementarteilchen repräsentieren. Der Grundaufbau der Materie repräsentiert auf seinen Wechselwirkungsebenen nicht nur die Einheit der jeweiligen Wechselwirkungsgemeinschaften, sondern in erweiterter Form die Qualität der Einheit des gesamten Universums. Die Repräsentanz der Einheit des Universums ist sowohl eine horizontale wie eine vertikale Repräsentanz. Die Repräsentanz der Einheit des Universums ist die Repräsentanz von allem je Gewordenen.