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aus: – Die Kräfte, die wir sind, sind nicht von uns initiiert oder geschaffen worden.

mit: – Wir sind Individuen, aber als solche Ausdruck einer über uns hinausgehenden Einheit. Nur diese Einheit ist Leben und Bewusstsein.

als: – Wir streben danach, mit uns einig zu sein. Das bedeutet immer die Einheit in einem höheren Sinne. Jedes Bewusstsein, das sich „als“ etwas empfindet, ist ein höheres Bewusstsein.

Die Wahrheit ist eine wechselseitige Feststellung. Es gehören immer mehrere Bewusstseine dazu, die sich gegenseitig spiegeln können auf der Plattform ihrer Einheit. Bewusstsein ist so immer nur auf der Plattform von Gemeinsamkeit möglich. Auch unser individuelles Bewusstsein, das am Morgen erwacht, ist eine Gruppenleistung. Es ist nicht die Majestät, die nach der Nacht zurück in den Palast kommt und sagt „guten Morgen meine lieben Untertanen, jetzt dürft ihr mir alle wieder dienen“, sondern das einmal mehr wieder erwachte Bewusstsein entsteht als ein „als“, als eine Form des höheren Gemeinschaftsbewusstseins. Jedes Bewusstsein entsteht in einer Form, und diese Form ist eine Art der Gemeinschaft, letztendlich immer eine Gemeinschaft des Bewusstseins. Bewusstsein ist Orientierung. Ein Demenzerkrankter, der sein Bewusstsein verliert, verliert seine Orientierung. Ein Wassermolekül kann seine Orientierung nicht verlieren, weil sein Bewusstein nicht zwischendurch schlafen geht, sondern als seine Eigenschaft immer wach ist. Das Bewusstsein, seine Orientierung und die Wachheit z.B. eines Wassermoleküls sind seine Eigenschaften. Mit denen ist es sich einig. Es ist diese Eigenschaften, als diese Eigenschaften. Gleichzeitig sind diese Eigenschaften aber Emanationen, etwas aus tieferen Formen Hervorstrahlendes, Hindurchwirkendes. Dieses aus tieferen Strukturen Hindurchwirkende, das, die Eigenschaften z.B. des Wassermoleküls Hervorbringende, sind die Formen oder anders ausgedrückt, die Elemente, aus denen das Wassermolekül wiederum aufgebaut ist. Die Gemeinschaft dieser Elemente schafft eine Wasserform mit einem neuen Bewusstsein, das vorher so in keiner anderen Form erwachen konnte. Wird die Form des Wassers zerstört, verliert es auch sein Bewusstsein, d.h. es verliert die Eigenschaften, mit denen es einig ist. So ist es auch mit dem Menschen. Wenn dieser seine spezielle Form verliert, als die er bewusst ist, verliert er auch sein Bewusstsein. Das ist bei der Demenzerkrankung so und bei jeder Form der Traumatisierung. Die Information der Einheit kann nicht mehr ausgelesen werden, weil die Form, die diese Information begreifen kann, nicht mehr existiert.

Die Einheit des Universums ist horizontale und vertikale Synchronizität

universelle und isolierte Gleichart
Die Einheit des Universums ist dessen horizontale und vertikale Synchronizität.

Die Einheit des Universums, die in der Gleichart der gewordenen Formen aufgeht, ist die horizontale wie vertikale Synchronizität des Universums. Das Bewusstsein und die Intelligenz der gemachten Formen sind dagegen nicht Teil der horizontalen wie vertikalen Synchronizität des Universums.

Die höchste Qualität der Gleichart

Die höchste Qualität der Gleichart ist die Existenzumgebung gewordener Formen.
Die horizontale wie vertikale Repräsentanz der Qualität der Einheit des Universums setzt sich auf den Wechselwirkungsebenen der komplexer zusammengesetzten molekularen und biologischen Formen fort. Das Typische für gewordene Formen ist deren horizontale wie vertikale Repräsentanz der Einheit des Universums. Diese horizontale wie vertikale Repräsentanz ist das Bewusstsein der gewordenen Formen, das sich nach außen als deren Wechselwirkungsintelligenz an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit zur Wirkung bringt. Inmitten dieser höchsten Qualität der Gleichart wird eine gewordene Form immer wieder neu.

Wechselwirkungsgemeinschaften

Die Entwicklung unseres Universums bedeutete den vertikal immer komplexer gewordenen Aufbau der gewordenen Formen. Vertikal komplex aufgebaute Formen sind auf ihrer Wechselwirkungsebene Wechselwirkungsgemeinschaften (Atome, Moleküle, Lebewesen). Wechselwirkungsgemeinschaften besitzen auf ihrer spezifischen Wechselwirkungsebene ein gemeinsames Innen und Außen.

Die Qualität der Gleichartigkeit finden wir auf einer Wechselwirkungsebene zwischen den Formen aber auch innerhalb der Formen, weil sie aufgrund ihres vertikal komplexen Aufbaus eine Wechselwirkungsgemeinschaft darstellen. Dies ist so bei gewordenen wie bei komplex aufgebauten gemachten Formen (bei einem Auto z.B.). Die Elementarteilchen bilden als Ausnahme zusammen direkt eine Wechselwirkungsebene einer Gleichart. Die frei wechselwirkenden Grundelemente der Materie, die elementaren Atome, bilden zusammen in den Sternen und Gaswolken des Weltalls in den entsprechenden Druck- und Temperaturverhältnissen ebenfalls eine Wechselwirkungsebene, auf der sie in gleicher Art ihre Einheit und zusätzlich die Einheit der Elementarteilchen repräsentieren. Der Grundaufbau der Materie repräsentiert auf seinen Wechselwirkungsebenen nicht nur die Einheit der jeweiligen Wechselwirkungsgemeinschaften, sondern in erweiterter Form die Qualität der Einheit des gesamten Universums. Die Repräsentanz der Einheit des Universums ist sowohl eine horizontale wie eine vertikale Repräsentanz. Die Repräsentanz der Einheit des Universums ist die Repräsentanz von allem je Gewordenen.

Einheit und Gleichart der Wechselwirkungsebenen

Die spezifische Einheit jeder Wechselwirkungsebene ist die Gleichart dieser Wechselwirkungsebene. Dabei unterscheiden sich Gewordenes und Gemachtes grundsätzlich in der Qualität ihrer Gleichart und Einheit. Im Gewordenen ist jede Gleichart, wo immer sie auftritt, universell, weil sie die Einheit alles je Gewordenen repräsentiert. Anders im Bereich des Gemachten. Hier ist jede Gleichart letztlich eine isolierte Gleichart. Das Müll-, Gift- und Aggressionsproblem der gemachten Formen repräsentiert deren Uneinheit. Die Gleichart im Bereich des Gemachten ist eine mehr oder weniger isolierte Qualität, während die Gleichart im Bereich des Gewordenen eine universelle Qualität ist, weil sie die maximale Synchronisierung mit allem je Gewordenen repräsentiert.

Gewordenes und Gemachtes in einer Welt

Es bedarf immer einer Intelligenz, die Zuordnungen schafft. Auch der Zufall ergibt sich innerhalb eines Rahmens, der die Bedingungen definiert. So lange eine Lebenswelt einen Zusammenhalt besitzt, wirkt immer dieser Zusammenhalt als übergeordnete Intelligenz, sonst würden wir nicht in der EINEN Welt leben. Man kann anders formulieren: Wenn Fragmentierungen geschehen, dann ist keine zuordnende Intelligenz anwesend gewesen. Wenn keine Neuordnungen stattfinden, dann wirkt auch keine neue Zuordnungs-Intelligenz.

Die westliche Kultur ist nicht grundsätzlich besorgt um den Zusammenhalt der Welt an sich, weil sie von kosmischen Dimensionen, milliardenlangen Entwicklungszyklen ausgeht, die auch als Problemlösungspotential für unsere Gegenwartswelt erwartet werden. Das naturwissenschaftliche Weltbild beschreibt in der politisch korrekten Lesart beruhigend ein grundsätzliches Gemeinschaftsbildungspotential, eine universelle Zuordnungskompetenz des Kosmos, die immer wieder Neuanfänge geschaffen hat und schaffen wird.

In den Endzeitvisionen der drei monotheistischen Religionen geraten nicht die materiellen Bestandteile des menschlichen Lebens, sondern der fragmentierte Geist des Menschen in das Abseits des Zuordnungshorizonts. Der menschliche Geist wird als korrumpiert beschrieben. Das bedeutet, dass er sich jenseits einer Qualität befindet, die ihn zurück in eine universelle Gemeinschaft finden ließe. Das beschreibt die Gegenwart des Menschen als eine Endzeit. Die Gemeinschaft, die dem Menschen aus sich selbst heraus zugänglich ist, befindet sich unterhalb des Universellen, und so sind die Erzeugnisse seines Geistes und der menschliche Geist selber grundsätzlich Fragmente.

Im ethischen Selbstbefragungshorizont impliziert die Untersuchung des Verhältnisses von Gewordenem zu Gemachtem, z.B in der Reproduktionsbiologie, geradezu eine höhere Ordnung, in der beide Sphären als universelle Zuordnungsintelligenz verknüpft sind und die uns mit unserem menschlichen Tun verloren gegangen ist oder noch weiter verloren gehen könnte.

Die antike und germanische Götterwelt, in der die Schöpfergötter nicht mehr absolute Instanzen sind und die Willensergebnisse ihrer Geschöpfe rückwirkend ihr eigenes Schicksal bestimmen, beschreiben den modernen Menschen, der von Verträgen gebunden ist und nicht mehr in die universelle Kraft seines alten Grundpotentials vorzudringen vermag. Je mehr Schöpfung um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Vielzahl der Schöpfungen zur Götterdämmerung wird. Das Tragödienpotential entspricht dem Verlust der universellen Zuordnungsintelligenz.

Die Endzeitvisionen sind archetypisch in dem Zweifel verankert, dass die Menschen es selbst schaffen könnten. Mutter Natur oder die nächste Generation oder die nächste Generation wissenschaftlicher Erkenntnisse sollen es einmal schaffen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der idealisierte Mensch auf dem Spannungsbogen „geworden oder gemacht“ gut zuschreibbar ist, nicht aber die Position und das Schicksal seiner „gemachten“ Produkte. Der ideale Mensch ist eine wunderbare Harmonie von Wille und Willenstätigkeit. Nur, die Produkte seiner Schöpfungen entfalten eine Willenstätigkeit, die die Einheit des Lebens zu zerspanen scheinen. Spätestens seit dem Moment, in dem auch der menschliche Geist als Widerspiegelung seiner von ihm selbst geschaffenen Sphäre des Gemachten betrachtet wird, also kein idealer Mensch an sich mehr existiert, gar nicht mehr existieren kann, sind wir in einem Diskurs angekommen, der grundsätzliche Fragestellungen vernünftig impliziert wie sie seit langem nicht mehr akademisch behandelt wurden. Der Diskurs der „Götterdämmerung“ bereitet sich sein Feld und eine Dimensionalität dabei ist das Spannungsfeld zwischen Gewordenem und Gemachtem.